Wenig Brückentage 2020 – Bei Streit um den Urlaub hilft ein Blick ins Bundesurlaubsgesetz

Brückentage 2020 in DeutschlandBrückentage 2020 – viele Feiertage fallen 2020 auf das Wochenende. Eine beliebte Thematik zum Jahresende stellt die Planung der Urlaubstage 2020 dar. Besonders „Brückenbauer“ dürften beim genauen Betrachten der Feiertage allerdings eine kleine Träne vergießen. Während es 2019 mit 28 Urlaubstagen noch satte 67 freie Tage gab, liegt der Bundesdurchschnitt 2020 nur noch bei etwa 60 freien Tagen. Der Januar beginnt zunächst noch positiv, mit nur zwei freien Tagen am 2. & 3. Januar gewinnen Sie 5 entspannte Tage zum Jahresstart.
In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wird zusätzlich noch „Heilige drei Könige“ gefeiert, hier haben Sie sogar ganze 6 Tage frei. Ansonsten sieht es 2020 aber etwas mau aus, so fällt etwa Allerheiligen(01.11) auf einen Sonntag, der Reformationstag (31.10) und der Tag der Deutschen Einheit(03.10.) auf einen Samstag. Um möglichen Streit um Urlaubstage vorzubeugen, haben wir hier vorsorglich das Bundesurlaubsgesetz als Auszug aufgeführt:

§ 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs(Bundesurlaubsgesetz)

 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs

(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.

(2) Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, dass dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muss einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.

(3) Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Fall der Übertragung muss der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gewährt und genommen werden. Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist ein nach § 5 Abs. 1 Buchstabe a entstehender Teilurlaub jedoch auf das nächste Kalenderjahr zu übertragen.

(4) Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.



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